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Τετάρτη, 3 Μαρτίου 2010

Griechenland - und kein Ende

Smart Investor Weekly 9/2010

Im griechischen Theater der Antike unterscheidet sich die Tragödie von der Komödie unter anderem dadurch dass die Ursachen und Urheber der Ereignisse bekannt sind. In diesem Sinne ist auch die moderne Inszenierung des griechischen Bankrotts eine Tragödie.

Wie geht es weiter?
Denn die oberflächlichen Gründe sind ja hinreichend bekannt. Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft, völlig marode und unterfinanzierte Sozialsysteme, Anspruchdenken und flächendeckende Korruption. Last but not least der griechische Hang zur Anarchie, der beispielsweise bewirkt, dass nur rund 5.000 Griechen offiziell mehr als 100.000 EUR verdienen?

Aber das sind nur die oberflächlichen Gründe - wirklich ursächlich ist natürlich, wie jeder Anhänger der Österreichischen Schule sofort zustimmen wird, die absolut verfehlte Währungspolitik. Ein Währungssystem, das es der politischen Klasse, egal ob nun in Griechenland oder den USA, möglich macht, immer mehr aufzuschulden und die notwendigen Umstellungen immer wieder in die Zukunft zu verlagern, führt eben genau zu derartigen Exzessen, wie wir sie derzeit in Griechenland erleben (und nicht nur dort). Das Ende vom Lied lautet natürlich Staatsbankrott. Der ist in diesem Falle aber politisch nicht erwünscht. Denn die europäische Währungsgemeinschaft wurde weniger aus wirtschaftlichen Überlegungen, als vielmehr aus politischen Erwägungen geschaffen: als erster Schritt hin zu einer politischen Union. Ein Ausscheiden der Griechen aus der Währungsunion würde das Vorhaben scheitern lassen. Aus diesem Grund wird alles getan werden um erst einmal Griechenland, später andere Nationen wie Italien, Spanien oder Portugal zu retten.

George Soros als Deus ex machina
Kein Wunder also, dass der berühmt-berüchtigte George Soros wie ein antiker "Deus ex machina" plötzlich auf der Bühne erscheint und ungefragt Ratschläge verteilt. Wohlgemerkt eben jener George Soros, der als langjähriger Bilderberger bestens informiert ist (mehr zum Thema Bilderberger lesen Sie im aktuellen Heft) und sich an bisher jeder Währungskrise eine goldene Nase verdient hat. Jedenfalls verkündete er in der Financial Times Deutschland, dass die Lösung des griechischen Problems wie folgt lautet: die Errichtung eines europäischen(!) Finanzamtes und die Ausgabe europäischer Anleihen. Dass damit das Problem nicht entschärft werden, sondern bestenfalls wieder ein wenig in die Zukunft verlagert wird, interessiert ihn dabei wenig. Für uns ist es natürlich durchaus von Interesse, denn die weitere Aufschuldung ist eine zentrale Vorrausetzung unseres Crack-up-Boom Szenarios (CuB). Durch die Ausgabe europäischer Anleihen würde das Rad der Aufschuldung am Laufen gehalten, ja vermutlich sogar noch beschleunigt werden. Denn die bereits erwähnten Nationen und vermutlich noch einige andere dürften in diesem Falle hoch erfreut sein, ein letztes Mal die Gelegenheit zu erhalten, sich "günstig" weiter zu verschulden. Für die Bürger und Steuerzahler ist es dabei egal, ob das Stück, welches gegeben wird, eine Komödie, eine Tragödie oder am Ende nur eine Farce ist - ihr Rücken wird als Bühne dienen. Der CuB jedoch dürfte in eine neue Phase eintreten.