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Πέμπτη, 26 Μαρτίου 2009

"ein gutes Stück Ökumene"

In die katholische Akademie in Berlin kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gern zum Zuhören. Nachdem ihr Parteifreunde mangelnde Sensibilität im Umgang mit dem Papst und katholischen Themen vorgeworfen hatten, suchte die CDU-Vorsitzende diesmal aber das Podium direkt, um über Grundsätze, Werte und Leitbilder zu sprechen und bekennt sie frei: "Mein Verständnis, aus dem heraus ich Politik mache, ist das Verständnis vom christlichen Bild des Menschen." Der sei als Gottes Geschöpf "zur Freiheit berufen".
Für die Pfarrerstochter ist das christliche Bekenntnis keine Privatsache. "Der Mensch ist geschaffen als Ebenbild Gottes", machte sie gleich zu Beginn klar und sagte deutlich, wo sie religiös in Deutschlands säkularer Gesellschaft zu verorten ist.
An ihren religiösen Überzeugungen lässt Merkel nicht deuteln. Sie spricht davon, dass die Menschen unvollkommen seien, "eben Sünder, um es in der biblischen Sprache zu sagen". Aber es gebe ja Vergebung, "weil jeder Mensch von Gott angenommen ist". Selbst in ihrer Politik, deren Ziele sie nicht direkt aus dem Evangelium bezieht, bekennt sie sich "zu einem Stück Gottvertrauen".
Christen, so die Kanzlerin, könnten zuversichtlich, sehr optimistisch, sehr fröhlich auch ganz schwere Dinge angehen. "Weil sie glauben können", sagte Merkel. So gesehen sei Politik "immer in der Verantwortung vor Gott". Sie sieht sie dem "C" ihrer Partei besonders verpflichtet.
Merkel geht sogar noch weiter. Die jüngsten Exzesse in den Märkten interpretiert sie als Abkehr von den gesellschaftlichen Idealen, die aus dem Christentum kommen. So hätten die katholische Soziallehre und die evangelische Gesellschaftslehre maßgeblich die Idee der sozialen Marktwirtschaft geprägt. Das sei "ein gutes Stück Ökumene" gewesen, zu dem die Gesellschaft wieder zurückkehren müsse. Darauf könnten übrigens beide Konfessionen stolz sein – Protestanten wie Katholiken.
Quelle: Rheinische Post